Die Notfallpraxen in Eschweiler und Stolberg müssen beide erhalten bleiben

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung geplante Umstrukturierung der Notfallpraxen in Eschweiler und Stolberg lehne ich ab. Nach nun durchgesickerten Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung sollen die beiden Notfallpraxen am Standort Eschweiler zusammengelegt werden, was die Schließung der Notfallpraxis in Stolberg bedeuten würde. Als Landtagsabgeordnete im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales habe ich mich schon lange mit der ärztlichen Versorgung beschäftigt. Rein wirtschaftliche Überlegungen dürfen hier nicht den Ausschlag für eine gute Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten geben. Sowohl in Eschweiler am St. Antonius-Hospital als auch am Bethlehem-Gesundheitszentrum in Stolberg besteht der entsprechende Bedarf nach medizinischer Notversorgung.

Der Vorstoß der Kassenärztlichen Vereinigung, die Notfallpraxen in Eschweiler und Stolberg neu zu organisieren, wundert mich zudem sehr. Nach einer bei der Landesregierung eingereichten Kleinen Anfrage meines Kollegen Stefan Kämmerling bestätigte die Landesregierung schließlich noch im Dezember vergangenen Jahres, dass „derzeit kein konkretes Konzept der KVNO für eine Neuorganisation des Notdienstes“ bestehe. Offensichtlich ist die Landesregierung über die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung nicht im Bilde, obwohl sie im Rahmen ihrer Präsenz in dem Landesgremium nach § 90a SGB V nach eigener Aussage intensiv mit dem Thema einer Neuordnung befasst sei.